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Geschichte des Kirchenchors

1922-1924 Die Geschichte des Gelnhäuser Kirchenchores zu St. Peter begann im Jahr 1922, als der Lehrer Karl Wagner die Anregung zur Gründung dieses Chores gab. Der damalige Pfarrer Engels forderte im Oktober 1922 alle sangesfreudigen Damen und Herren auf, diesem Chor beizutreten und ihr Können zum Lobe Gottes und zur Verschönerung der feierlichen Gottesdienste zu widmen. Dieser Chor umfasste etwa 40 meist junge Mitglieder und führte unter Leitung von Karl Wagner zu Allerheiligen 1922 als erstes Lied „Dem Herzen Jesu singe“ auf. Zwei Jahre später musste ein neuer Chorleiter gefunden werden, da Karl Wagner Gelnhausen verliess.
1924-1933 Unter Leitung von Kantor und Rektor Mock wirkte der Chor in den nächsten Jahren weiter. Er studierte mehrere klassische Messen wie „Missa brevis“ (Palestrina), „Oratorium auf den Hl. Karfreitag“ (Seitz) ein sowie andere musikalische Kostbarkeiten, die ausserhalb des eigentlichen Wirkungsbereichs eines Kirchenchores lagen wie volkstümliche Operetten und bekannte Opern. Dies stellte eine bemerkenswerte Bereicherung des kulturellen Lebens für eine Kleinstadt wie Gelnhausen dar. Die Einnahmen, die aus den Aufführungen bis ins Jahr 1933 stammten, verwendete der Chor zu Stiftungen für das Rote Kreuz, für das Gefallenenehrenmal, für die Winterhilfe sowie zu einem grossen Teil für die zur damaligen Zeit im Bau befindliche St. Peter Pfarrkirche.
1933-1945 In der Zeit der Nationalsozialisten wurde die Wirkungsmöglichkeit des Kirchenchores sehr stark eingeschränkt. Dennoch fand bis zum Jahr 1945 weiterhin die Chorarbeit unter Kantor Mock statt, wenn teilweise auch nur in sehr kleiner Besetzung.
1945-1952 Nach dem 2.Weltkrieg fand der Chor wieder zu seiner Tradition und zu seiner früheren Grösse zurück und widmete sich ausschliesslich der Kirchenmusik. Im Herbst 1952 trat Kantor Mock in den Ruhestand und verliess Gelnhausen.
1952-1980 Ab September 1952 übernahm Robert Müller diesen Chor und bestritt mit ihm zu Weihnachten des Jahres zum ersten Mal mit einem stattlichen Orchester die liturgischen Gesänge. Im Laufe der nächsten Jahre wurden neue Messen, Motetten und sonstige liturgischen Gesänge einstudiert, wobei auch die Schwierigkeitsgrade wuchsen. Gefördert wurde der Chor auch vom damaligen Seelsorger der Pfarrgemeinde, dem Geistlichen Rat Boden. Vielfach wurde den Chor die Ehre zuteil, bei Kirchenchortreffen oder bei Festlichkeiten in anderen Kirchengemeinden die Festgottesdienste zu gestalten. Darüber hinaus wuchs die freundschaftliche Verbindung zu der amerikanischen katholischen Gemeinde, was im Jahr 1957 zu auch einer Aufnahme für den amerikanischen Rundfunk führte.
In den folgenden Jahren veranstaltete der Chor regelmässig geistliche Konzerte. Diese jährlichen Konzerte nahmen einen festen Platz im kulturellen Leben der Stadt Gelnhausen ein. Begleitet wurde der Chor mit seinem abwechslungsreichen Programm aus mehreren Musikepochen vom Instrumentalkreis Gelnhausen unter Leitung von Heinrich Gries sowie vom Organisten Herrn Konrektor Georg Janik.
Im Zuge der Verschwisterung der Stadt Gelnhausen mit Clamecy (Frankreich) und Marling (Italien) gestaltete der Chor auch dort festliche Gottesdienste. Und im Jahr 1966 wurden mit dem Chor von St. Martin in Bad Orb freundschaftliche Kontakte geknüpft und mehrere gemeinsame Konzerte aufgeführt.
Im Jahr 1970 wurde im Rahmen der 800-Jahr-Feier der Stadt Gelnhausen zusammen mit dem Chor der Marienkirche, dem Kirchenchor aus Bad Orb, dem Göttinger Symphonieorchester sowie dem Instrumentalkreis Gelnhausen und einigen Solisten der „Messias“ von Händel dargeboten, was als musikalische Spitzenleistung bewertet wurde.
In den folgenden Jahren wurden weitere anspruchsvolle Konzerte in Gelnhausen sowie in Bad Orb und in Offenbach aufgeführt.
1980-2007 Der Chor sorgte etwa einmal im Monat für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Den Schwerpunkt bildeten die Gottesdienste in der Osterzeit, am Weissen Sonntag, zu Fronleichnam, zu Pfingsten und in der Weihnachtszeit. Gerne sang der Chor bei Jubiläums-Gottesdiensten, bei der Firmung und der ein oder anderen Primiz. Er umrahmte auch die Feier zur Altarweihe in St. Peter im August 1983. Weitere Anlässe waren das Feiern eines runden Geburtstages, von Silbernen und Goldenen Hochzeiten, aber auch Beerdigungen von Chormitgliedern, zu denen der Chor zusammenkam. Ein regelmäßiger Höhepunkt war ein Adventskonzert oder eine kirchenmusikalische Andacht zum 1.Advent, bei dem der Chor mit einem besonderen Programm aufwartete.
Mit dem Einzug der Liturgie-Reform wurde der Chor vor neue Aufgaben gestellt. Hier galt es, die Gesänge in der Muttersprache in der Gemeinde zu fördern.
Bis ins Jahr 1987 hinein zählte auch die Gestaltung des Kirchweih-Festgottesdienstes in der Hl.Geist-Kirche in Hanau zu den regelmäßigen auswärtigen Auftritten des Chores.
Im Jahr 1979 wurde der Hageltag am 15.August zum ersten Mal als ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Dieser Tag wurde ab 1982 regelmäßig von den gemeinsamen Gelnhäuser Chören musikalisch umrahmt, zu dem sich der Gelnhäuser Volkschor, der evanglischen Kirchenchor sowie der katholischen Kirchenchor zusammenfindet.
Der Chor nahm auch regelmäßig an den alle paar Jahre veranstalteten Kirchenmusiktagen des Bistums Fulda teil.
In den 80er Jahren macht sich ein Rückgang in der Zahl der aktiven Sänger durch Todesfälle bemerkbar. Es war schwer, jüngere Leute für die Mitwirkung im Kirchenchor zu bewegen. Während 1980 noch etwa 50 aktive Mitglieder im Chor sangen, so reduzierte sich dies Anzahl auf etwa 30 aktive Chormitglieder im Jahr 2000.
Im Jahr 2002 feierte der Chor das 50-jährige Dirigentenjubiläum von Robert Müller mit einem Festgottesdienst, den der Kirchenchor und der Instrumentalkreis Gelnhausen (Leitung: Heinrich Gries) gemeinsam musikalisch gestalteten. In den nächsten 5 Jahren schrumpfte die Anzahl der aktiven Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores auf etwa 20 Personen. Dennoch wurden alle hohen Festtage weiterhin vom Kirchenchor musikalisch umrahmt. Das Adventskonzert fand im November 2005 zum letzten Mal in Form einer Kirchenmusikalischen Andacht statt. Mit der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes im November 2007 aus Anlass des 85-jährigen Bestehens des Kirchenchores endete die Ära des Dirigenten Robert Müller nach 55 Jahren Chorarbeit.
seit 2008 Im Frühjahr 2008 vollzog sich ein größerer personeller Wechsel im Kirchenchor. Zum einen übernahm Frau Maria Huerkamp-Bölting die Leitung des Kirchenchores. Gleichzeitig wurden zahlreiche neue Sängerinnen und Sänger auf Initiative von Pfarrer Höfler gefunden, die dem 4-stimmigen Chor mit gut 30 Sängerinnen und Sängern eine neue Basis gaben. Es wurden neue Lieder einstudiert, mit denen vor allem die Gottesdienste an den kirchlichen Hochfesten gestaltet wurden.
Darüber hinaus wirkte der Chor auch an überörtlichen Auftritten mit wie dem Kirchenmusiktag des Dekanats Kinzigtal in Wächtersbach (2008) und dem Diözesanchormusiktag in Fulda (2009).

Quellenangabe

Die Informationen zu diesem Text bis in die 1980er Jahre wurde aus „750 Jahre Sankt Peter Gelnhausen“ entnommen, der „Festschrift zur 750-Jahr-Feier und zum 150.Jahrestag der Wiederzulassung der Katholischen Kirchengemeinde in Gelnhausen“, die im Jahr 1989 entstand.
Die restlichen Informationen stammen aus den Aufzeichnungen von Robert Müller, des langjährigen Leiters des Kirchenchores, sowie von derzeit aktiven Chormitgliedern.

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